Genderneutral schreiben – Sinnvoll auf der Website? 5 simple Tricks

Genderneutral schreiben Copywriting
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«Soll ich genderneutral schreiben auf meiner Website?»

Ob es sinnvoll ist oder nicht, kann ich dir nicht pauschal beantworten. Es spielen einige Faktoren eine Rolle. Ein wesentlicher Punkt ist deine Einstellung und natürlich auch, welche Zielgruppe du auf deiner Website ansprechen möchtest.

Ich schreib’ genderneutral! 

Ich geb’ es zu: Als Copywriter ist dieses Gendersternchen, Doppelpunkte, Lücken oder die Doppelnennung eine Herausforderung.

Das Zeichengedöns zieht so viel Aufmerksamkeit auf sich, dass der Fokus schnell vom Text weggeht.

Der Text verliert schnell an Kraft und Magie.

Ich zeige dir unten Strategien, wie du die Gender-Hieroglyphen umgehen kannst. 

Mach dir bewusst: Wenn du genderneutral schreibst, werden E-Mails in dein Postfach flattern, von Menschen, die sich darüber aufregen.

Einige drohen in ihren Mails: «Wenn du nicht damit aufhörst, melde ich mich von deinem Newsletter ab!»

Really? 

Da bleibt mir nur das Kopfschütteln.

Glauben solche Menschen wirklich, dass mich das davon abhält, weiter genderneutral zu schreiben?!

Braucht es jetzt Genderneutralität bei Websiten-Texten?

Nein. Bei den meisten Website-Texten ist Gendern nicht notwendig.

Es kommt auf deine Zielgruppe und deine Werte an. Vielfach macht es keinen Sinn.

Als Copywriter und Texter ist es mir wichtig zu zeigen, dass ich die moderne Form des Schreibens beherrsche. Ich benutze mit Absicht das auffällige Gendersternchen *. 

Gendern zeigt meine Werte: Ich seh’ den Menschen als Mensch und nicht als Geschlecht.

Ich kann die Gegenargumente nachvollziehen. Deswegen gebe ich dir hier ein paar Tipps, wie du genderneutral schreiben kannst, ohne dass es auffällt.

Ist es dir aufgefallen?

Der Text bis jetzt ist genderneutral und das ohne Gendersymbole.

Doch lass uns zuerst die gängigen genderneutralen Varianten anschauen.

Genderzeichen:

  • Sternchen: Kund*innen
  • Doppelpunkt: Kund:innen
  • Binnen-I: KundInnen
  • Schrägstrich: Kund/innen
  • Gap (Lücke): Kund_innen
  • Zusatz von „m, w, d“

Wenn du Genderzeichen benutzt, wird es schnell unübersichtlich und dein Text wird schwer lesbar.

Der Doppelpunkt ist am wenigsten auffällig.

Benutze die Gendersymbole so sparsam wie das Salz in der Suppe. Damit dein Text klar und knackig bleibt.

Willst du nicht wie ich bewusst zeigen, dass du genderneutral schreibst, lass das Zeichengedöns möglichst weg.

Wie schreibt man Genderneutral ohne Hieroglyphen?

Genderneutral schreiben Copywriting

1. Vom Verb ausgehen (Pluralformen im Partizip)

Lesende, Mitarbeitende, Studierende … Du merkst es selbst, oder? Es hört sich nicht rund an. Es wirkt distanziert.

Gut, wenn du einen Website-Text für eine Behörde schreibst, klingt es nach spektakulärem Beamtendeutsch.

Tendenziell für eine normale Website nicht die ideale Form. Doch damit kannst du die Genderhieroglyphen umgehen.

2. Doppelnennungen bzw. Nennung in Paarform

Kundinnen und Kunden, Lehrerinnen und Lehrer.

Old School!

ABER: Für die Lesenden noch am bekanntesten und angenehmsten.

Nachteil: Der Text verliert an Dynamik und wirkt einschlaffördernd. »schnaaarrch«

3. Lege den Fokus auf die Tätigkeit, nicht auf die Person

Meine Lieblingsform: Ich wende sie an, wenn ich NICHT meinen genderneutralen Schreibstil in den Vordergrund stellen will.

Lege den Fokus auf die Tätigkeit und nicht auf die Person. Dann ist es automatisch genderneutral.

Wir haben den Fokus oft auf der Person statt auf der Tätigkeit, die der Mensch ausführt.

  • Fokus auf die Person: Die Leser sind begeistert von dem magischen Text.
  • Fokus auf die Tätigkeit: Wer den Text liest, ist begeistert von der Magie.
  • Fokus auf die Person:Texter kennen die Herausforderung von genderneutralem Schreiben.
  • Fokus auf die Tätigkeit: Genderneutrales Schreiben ist für Textende eine Herausforderung.
  • Fokus auf die Person: Marketingmitarbeiter wissen, dass Social-Media nicht mehr funktioniert.
  • Fokus auf die Tätigkeit: Wer im Marketing arbeitet, weiß, dass Social-Media nicht mehr funktioniert.

Und was denkst du? Gerne kannst du mir unten einen Kommentar hinterlassen, mit deiner Sicht zum genderneutralen Schreiben.

4. Der null plus Ultra Tipp: Sprich dein Website-Publikum direkt an

Es ist die ideale Form, um eine Verbindung zwischen dir und deinem Website-Publikum herzustellen. Direkte Ansprache vermittelt deinem Webseite-Publikum das Gefühl, dass es hier wirklich um sie geht.

Dein Text wirkt persönlicher und verliert die Distanz zwischen dir und dem Lesenden. »Great oder?«

5. Genderneutrale Worte

Zum Schluss: Es gibt genderneutrale Worte und Bezeichnungen. Benutze diese.

Ich habe eine Liste mit genderneutralen Worten. Damit ich beim Texten meinen Hirnschmalz nicht überstrapazieren muss. Lege dir eine solche Liste an. Das hilft.

Beispiel:

  • Zielgruppe statt Kund*innen
  • Websiten-Publikum statt Leser*innen oder Kund*innen
  • Elternteil statt Mutter oder Vater
  • Polizei statt Polizist*innen
  • Arbeitskraft statt Mitarbeiter*innen
  • Lehrkraft statt Lehrer*innen

Manchmal mache ich aus flexiblen Wortbestandteilen eine Eigenkreation. 

  • Website-Publikum statt Leser*innen oder Kund*innen
  • Leseratte statt Leser*innen
  • Textgenie statt Texter*innen
  • Werbeprofi statt Marketingmitarbeiter*innen
  • Schreibtalent statt Schriftsteller*innen
  • Film-Legenden statt Schauspieler*innen

Wie ist deine Sicht zum Gendern? Schreibe mir unten einen Kommentar.

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30 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Monika Schaffner
    23. Januar 2023 12:24

    Lieber Pascal

    Vielen Dank für diesen wertvollen Beitrag. Aus meiner Sicht müsste es dieses teilweise „perfekte“ Gendern nicht geben. Ich benutze je nachdem den Doppelpunkt oder wenn es z.B. um die Aufzählung verschiedene Berufe geht, wähle ich mal die weibliche Form, mal die männliche „Lehrer, Zahnärztin, Schuhverkäufer, Forscherin…“. Oft benutze ich aber auch z.B. nur die männliche oder nur die weibliche Form, je nach Zusammenhang und Text.

    Ich möchte gerne noch etwas ausholen. Selbst wenn es auf der physischen Ebene noch viel Ungerechtigkeit gibt (nicht nur betreffend Geschlechtern) – ob uns etwas stört, hängt rein von unserer Betrachtung und Bewertung ab.

    Stört uns ein weibliches Attribut (Yin) im Aussen, haben wir es in uns selbst noch nicht akzeptiert. Haben wir eine Ablehnung gegenüber einer männlichen Qualität (Yang) im Aussen, haben wir diese in uns selbst noch nicht geheilt. Dies betrifft nicht nur Worte, sondern kann alles sein, ein Verhalten (z.B. Dominanz, Zielstrebigkeit oder Gelassenheit und Hingabe), ein Muster (z.B. Blumenmuster), Musik, Hobbies…
    Schlussendlich ist es auch mangelnde Selbstliebe, sonst würden wir uns nicht benachteiligt fühlen. Wir finden dann die Bestätigung im Aussen nicht, weil z.B. die weibliche Form fehlt. Schlussendlich müsste man jedoch jeden Menschen individuell anschauen. Ein «Problem», resp. Verhalten hat oft mehrere Ursachen.

    Jemand, der Yin und Yang in sich ausgeglichen hat, verspürt keinen Widerstand, wenn sein Geschlecht oder seine Energie fehlt. Auch nicht, wenn die andere Energie nicht genannt oder präsent ist. Ich kann verstehen, wenn man Gleichberechtigung möchte. Aber anstatt diese «nur» im Aussen anzustreben, können wir auch Harmonie in uns selbst erschaffen. Dann stört uns das Aussen nicht mehr, aber wir können trotzdem etwas im Aussen tun für mehr Gerechtigkeit und Frieden.
    Wunden betreffend der Geschlechter(rollen) sind Ur-Wunden der Menschheit. Ich verstehe deshalb, wenn Menschen sich ungerecht behandelt fühlen oder wütend werden. Das Aussen ist jedoch nur der Trigger, die Wunde oder die Wut ist uralt und möchte (endlich) in Heilung gebracht werden.

    Ich gehe auch noch kurz auf die Seite der Texter ein. Möchten wir es durch «perfektes» Gendern allen Recht machen? Ja niemanden verletzen? Wir dürfen uns bewusst sein, dass wir es nicht allen Recht machen können. Wenn jemand möchte, findet er ein Haar in jeder Suppe, auch dort wo gar keines ist. Das heisst jetzt nicht, dass wir die «Sau raus lassen» sollen beim Schreiben und denken, es spiele keine Rolle. Worte und die Energie dahinter sind sehr kraftvoll.

    Ich verstehe, wenn meine Worte ein paar Fragezeichen aufwerfen, aber vielleicht hilft es dir, liebe Leserin, lieber Leser, eine andere Sicht zu erhalten auf das, was ist. Und vielleicht motiviert es dich, dich vertiefter mit der weiblichen und männlichen Energie – Yin und Yang – zu beschäftigen und diese in dir selbst in Harmonie zu bringen.

    „Alles, was du in dir heilst, heilst du auch für die Menschheit. Alles, was du für Andere tust, tust du auch für dich.“

    Herzliche Grüsse
    Monika

    Antworten
  • Hallo Pascal,
    Danke für den Ideenreichtum wie man sich genderneutral ausdrücken kann.
    Es ist wie du schreibst, der Fokus richtet sich oft auf die „Genderzeichen“, was vielleicht auch damit zu tun hat, dass man sich dadurch getriggert fühlt. Mir persönlich ist eine genderneutrale Schrift und Sprache angenehmer und ich fühle mich keineswegs weniger angesprochen wenn das Anhängsel „innen“ fehlt.
    In diesem Sinne liebe Grüße und bloß nicht verbiegen lassen.
    Reina

    Antworten
  • Brigitte Freibauer
    24. Januar 2023 7:34

    Hallo Pascal,
    Da brauche ich nicht lange rumlabbern. Einfach spitze, denn ich halte auch nichts von diesem Schwachsinn. Hammermäßig deine Bücher und Videos. Ich danke dir für dein SEIN!

    Antworten
  • Sybille Storer
    24. Januar 2023 8:16

    Meine Lieben !
    Ich danke euch herzlichst dafür, dass ihr bei diesem Genderschmarrn nicht mitmacht. Mir ist dieses Übel seit Anbeginn zutiefst zuwider und ich hoffe, dass wir irgendwann gescheite Leute in der Regierung haben, welche zur Normalität zurückkehren um unsere Kinder und Enkel vor der KI zu beschützen und auch wieder lernen mit Tafel und Kreide umzugehen.
    Durch die KI lernen sie nähmlich nicht mehr richtig Rechnen und Schreiben, sondern nur Nachschauen und Suchen.
    Wie armselig !!
    Glg. Sybille

    Antworten
  • Sabine Wilhelm
    24. Januar 2023 8:17

    Lieber Pascal,
    Danke für Deine Beiträge. An dieser Stelle möchte ich auch meinen Senf dazu geben. Als Leser muß ich doch nicht von Fremden daran erinnert werden ob ich eine Frau bin. Ich teile Deine Einstellung, werde mich nicht verbiegen oder umerziehen lassen. Im Übrigen: in offiziellen Umfragen, halten 2/3 der Deutschen nichts vom Gendern.
    Herzliche Grüße
    Sabine

    Antworten
  • Du könntest schreiben in welcher Form auch immer 🙂
    Ich bin ein Fan von dir egal ob du schreibst, Videoaufzeichnungen machst oder Seminare gibst…. wegen so ein paar Zeichen wirst do mich nicht los 😂😂😂

    Antworten
  • Hallöchen und was kommt als nächstes?
    Rändern, Bändern, nur mit einer grüne Socke in den Supermarkt?
    Ich finde es reine Volksverblödung, wie so vieles.
    Es gibt Schriftsteller von der alten Schule, dass ist gut so.
    Wir sind alle Menschen, darum geht es, muss man das so betonen?
    Wo ist der Selbstwert?
    Wenn ich weis wer ich bin, erübrigt sich alles von alleine.
    Und wenn man nicht dazu steht, sollte man es doch auch lassen, oder?
    Es dann zu um,schreiben ist verrat an sich selbst, lieber Pascal.

    Ich werde jetzt nicht geliebt? Na und!

    Schönen Tag

    Loka

    Antworten
  • Claudia Piloni
    24. Januar 2023 8:37

    Lieber Pascal! Danke für deinen Text! Das gefällt mir gut! Ich selbst halte überhaupt nichts vom Gendern. Die Ladies, die so vehement darauf bestehen, wären besser dran, an sich selbst zu arbeiten und nicht aus mangelndem Selbstwertgefühl unsere Sprache so zu verunglimpfen. Das ist keine Gleichberechtigung. Das ist eine Trennung der Geschlechter. Und ein unnötiger Zeitaufwand beim Schreiben. Die Minuten, die ich für das Einfügen von Sonderzeichen aufwende, könnte ich sinnvoller nutzen. Ich will keine gegenderten whatsapp- Nachrichten lesen, keinen Rüffel dafür bekommen, wenn ich meine Gespräche ständig überdenken muss, damit ich niemanden ausgrenze. Leute, haben wir keine anderen Probleme? Und: hat sich je ein Mann darüber beschwert, dass der Plural in der deutschen Sprache immer weiblich ist? Nun ja, ich versuche eben so wenig wie möglich zu gendern oder die Dinge zu umschreiben. Da freue ich mich schon auf deinen Kurs und bin gespannt auf deine Vorschläge! 😊 Glg Claudia

    Antworten
  • Irene Johannsen
    24. Januar 2023 9:16

    Lieber Pascal, ich finde dich echt lustig mit deiner Harry Potter Entwaffnung und freue mich auch immer über deine persönliche Anrede: Liebe Irene . Da geht mir schon das Herz auf. Ich lass mich nicht verbiegen und man sagt mir, dass ich sehr authentisch bin. Bleib so, wie du bist! Alles Liebe Irene

    Antworten
  • Orith Tempelman
    24. Januar 2023 9:26

    Lieber Pascal,
    Danke für Deinen interessanten Beitrag. Ich bin Chefredakteurin einer Zeitschrift und habe – vor langer Zeit – in Linguistik promoviert. Das moderne Gendering mit Sternchen, Schrägstich, Doppelpunkt und Schluckauf-Aussprache sind mir ein Gräuel und ein Tabu in „meiner“ Zeitschrift. Meine Mitarbeiter (und selbstverständlich auch Mitarbeiterinnen…) sind mir dankbar. Bisher – touch wood – hat sich auch niemand aus der Leserschaft darüber negativ geäussert. Wir alle sind anscheinend hoffnungslos old school.
    Mach weiter so und kümmere Dich nicht um die Stänker!

    Antworten
  • Lieber Pascal, ich gendere nicht und ich weiß auch ohne innen das ich eine Frau bin. Ich lasse mich von nichts und niemandem verbiegen .Und wenn jemand kopfstehen will beim schreiben soll er das tun.

    Antworten
  • Hallo Pascal
    Ich liebe deine offene, direkte Art zu schreiben. Bleib‘ einfach so wie du bist. Zu leicht lassen sich Menschen heute verbiegen, nur um nach aussen modern und angepasst zu wirken.
    Herzliche Grüsse Lydia

    Antworten
  • Lieber Pascal,
    bleib so wie du bist und verbiege dich nicht wegen ein paar anderer Meinungen, Frage ist offen, ob der Andere sich verbiegen würde, wenn du nicht seiner Meinung bist.
    Alles Liebe Helga

    Antworten
  • Lieber Pascal,
    Danke für Deinen kreativen Umgang mit Sprache! Ich bin eine Befürworterin, Frauen gemäß ihrem gesellschaftlichen Anteil auch sprachlich zu benennen und lehne das generische Maskulinum ab (auch dies ist irgendwann in der Geschichte eingeführt worden, ältere Texte haben dies nicht, so kann die Edda durchaus von Asinnen und Asen sprechen). Aber wir können eben auch Fantasie walten lassen, wie Du geschlechtsneutrale Worte finden, ich wechsel auch gerne mal ab und sage: Arbeiter und Mitarbeiterinnen, Ärztinnen und Wissenschaftler oder eben auch Lehrkräfte, Pflegekräfte.

    Antworten
  • So egal ist es Dir anscheinend nicht💁‍♀️ Falls Du dieses Mail selbst geschrieben hast.
    Ich persönlich habe Respekt vor DIR und Deiner Gabe!!
    Wann bist Du wieder in Liechtenstein?

    Antworten
  • Lieber Pascal,
    von Herzen DANKE, dass du den Genderwahnsinn neutral umgehst!!!

    Antworten
  • Sonnenscheinchen
    24. Januar 2023 14:03

    Hi Pascal,
    solange das „Nichtgendern“ nicht unter schwerer Strafe steht, werde ich meine Muttersprache, die für viele Menschen ohnehin schwer zu lernen ist, nicht auch noch damit „verunstalten“.
    Ich fühle mich ema(n)zipiert 😉 genug, um nicht darauf bestehen zu müssen, explizit als Frau angesprochen zu werden. Ich weiß wer ich bin, fertig.

    Ich respektiere diverse geschlechtliche Abweichungen von der Biologie, doch ich werde mich nicht so weit verbiegen, dies in meiner Schreibweise beweisen zu müssen.

    Erst recht werde ich diesen „Neusprech“ nicht mitmachen, der sich so anhört, als hätte jemand Schluckauf oder eine logopädische Behandlung nötig.

    Jeder soll so machen wie er will, ich auch. 🙂
    und wem das nicht passt, exakt, du schreibst es… nicht mein Problem.

    Antworten
  • Hallo lieber Pascal

    Danke für deine Inputs und deine Sichtweise. Ich nutze auf meiner Website – wo immer möglich – eine neutrale Form, den : dort, wo es nicht anders geht. Ich selber bin da aus den Bewertungen ausgestiegen und fühle mich angesprochen, wenn mir das Geschriebene interessiert. So können auch alle anderen denken und schreiben, was sie möchten, ich bin neutral in meiner Haltung, denn: Ich bin für diejenigen da, denen meine Unterstützung dient, nicht für die anderen.

    Antworten
  • Angelika von Olnhausen
    24. Januar 2023 15:58

    Lieber Pascal

    Den Genderscheiß braucht keiner.
    Und Verbiegen für andere ist nichts für mich. Ich bleib mir selber treu. Ich wünsche mir auch das Du so bleibst wie Du bist.

    Antworten
  • Elke Pfütze
    24. Januar 2023 16:34

    Hallo Pascal,
    ich finde das Gendern total überflüssig und oft auch lächerlich. Ich fand mich bisher nicht abgewertet, wenn von Heilpraktikern geschrieben wurde und nicht von Heilpraktiker*innen. Aber ich bin ja auch Old School. Auf alle Fälle brauche ich für mein Selbstwertgefühl kein Sternchen.

    Liebe Grüße Elke

    Antworten
  • Lieber Pascal,
    danke für Deine wertvollen Infos. Der Gendermist ist mir egal, soll jeder so machen wie er will. Wer Deinen Newsletter deswegen verlassen will, soll es tun. Es gibt mehr Menschen, die auf Deiner Seite stehen. Bleib so wie Du bist, das ist gut so. Eine schöne Zeit wünsche ich Dir und ignoriere einfach die Wichtigtuer. Die können halt nicht anders, müssen sich ja auch auf die Straße kleben, wegen Klimawandel. Deswegen mussten schon Menschen sterben, weil die Rettung nicht mehr durch fahren konnte.
    Alles liebe von Friederike

    Antworten
  • Ihr Lieben,

    ich finde es schön, hier die unterschiedlichen Herangehensweisen zu lesen und dabei die Offenheit zu erleben, mit der Menschen mit anderer Identifikation von euch gesehen werden, ohne das in einer künstlichen Sprache demonstrieren zu müssen.

    Es tut mir gut. Warum?
    Ich bin selbst transgender und ich gendere aus Prinzip nicht. Mein direkter Grund ist, dass ich mich in der Grundform der Worte mitgenannt gefühlt hatte. Ich bin damit aufgewachsen, dass es alle beinhaltet und dass eine Frau vielleicht nicht bei allen im Bild im Kopf ist, aber sie nicht weniger kann und sicher nicht weniger wert ist. In meinem Umfeld war Mensch dann Mensch, egal, welchem Spektrum des Regenbogens er oder sie oder… angehört. Was auch noch das Gefühl des In-Ordnung-Seins, wie ich war und bin, und der Inklusion verstärkte.

    In meinem Freundeskreis und in meiner Arbeit traf ich auf sehr unterschiedliche Leute, was meinen Horizont noch um einiges erweiterte und gleichzeitig in eben einem Überbegriff in der Sprache widergespiegelt wurde.

    Tatsache ist, dass ich erst in den letzten Jahren Leute treffe, die auf die -innen-Versionen bestehen und sich nicht gesehen fühlen, wenn man sie nicht verwendet. Die Ironie ist mehr noch, dass sie mir oder (geschlechtsneutral) Freunden dringend raten, es zu verwenden, weil _wir_ sonst nicht gesehen oder gleichbehandelt würden.
    Man wird zum Opfer stilisiert. Es wird behauptet, dass wir ohne die Verwendung als weniger wert zählen würden. Das hinterlässt ein bitteres Gefühl, denn in wessen Kopf ist es denn dann, dass „wir“ „anders“ sind?

    Nur eine Person sagte mir, sie sähe das -innen-Wort als insgesamte Nennung aller möglichen Varianten. Von dem Rest und in der offiziellen Beschreibung heißt es, der Doppelpunkt oder Stern würde uns mitnennen.
    Die Worte beschreiben das Gefühl. Von einem allumfassenden Wort, in dem ich, wir, selbstverständlich inbegriffen waren – die Ausnahmen haben eindeutig Ausnahmen in ihren Bildern in den Köpfen, da ändert auch ein Textsymbol nichts – soll ich mich nun in einem Textzeichen genannt fühlen. Einem * oder : oder -.

    Das ist nicht der Fall. Im Gegenteil empfinde ich genau das als diskriminierend und aufteilender, abspaltender. Von einem gemeinsamen Wort weg hin zu einer Bezeichnung, in der es immer jemanden geben wird, der sich ausgeschlossen fühlt.
    Und in gewisser Weise ausgeschlossen wird.

    Auch macht das zunehmende Aufteilen von Menschen in den Köpfen das Leben in dem bevorzugten Geschlecht oder der bevorzugten Art zu leben nicht wirklich leichter. Statt integriert zu werden, wird man zunehmend einsortiert.

    Nicht zuletzt tut mir auch immer wieder weh zu merken, wie sehr ich selbst oder Andere verunsichert sind, ob jetzt auch ja das richtige Wort verwendet wurde. Aus einem Gefühl, das keine Worte brauchte, und selbstverständlich war, wurde zunehmende Angst, etwas Falsches zu sagen.

    Für jemanden, der in unsicheren Verhältnissen aufgewachsen ist, und Menschen eigentlich dazu verhelfen will, in ihrer Stärke zu leben, ist das kein schönes Erlebnis.

    Weg von mir, nicht zuletzt sind die Textzeichen übrigens wohl problematisch für Blinde und für Menschen, die Leichte Sprache benötigen. Dazu kann ich aber nichts sagen.
    Es passt nur in mein Gefühl: Sich in Verklausulierungen verlieren und mit jeder Windung mehr ausschließen, statt das Bild im Kopf vielfältiger und bunter zu machen.

    Leute sprechen ihre Worte in den meisten Fällen nicht, um zu verletzen oder auszuschließen. Dieses Wohlmeinen in Anderen anzunehmen, Wohlwollen entgegenzubringen, und nicht zuletzt auch so bei sich zu sein, dass man sich in der Begegnung mit einem Menschen einfach wiederfinden kann; ich denke, das ist es, zu dem wir wirklich (wieder) kommen müssen.

    Antworten
  • Den Tip dass der Fokus auf die Tätigkeit gelegt wird und nicht auf die Person hat bei mir stark resoniert.
    Tolle hilfreiche Tips.
    Auch die Idee von eigenen Wortkreationen finde ich super. 😊👍🏻
    Und deinen Newsletter finde ich immer wieder erfrischend und inspirierend.
    Danke vielmals, weiter so.

    Antworten
  • Gabriele Moser
    24. Januar 2023 18:42

    Gott sei Dank gibt’s noch ein paar Menschen die normal ticken und ihre Wertschätzung einem Anderen gegenüber nicht durch I / …Doppelpunkt oä beweisen müssen.
    Auch an mir geht das vorbei und gibt mir Wind unter den Segeln ,
    mich nicht manipulieren zu lassen wenn ich dein Email lese. Gradmesser für Herzensintelligenz & Empathie , Liebes -Bewusstsein & Seelenlicht für den Nächsten hat mit dieser Bürokratie nichts zu tun ………………..und sind auch nicht erwünscht , schauts aus. bleib dir weiter treu lieber Pascal, das fühlt sich stimmig an.
    Liebe Grüße Gabriele

    Antworten
  • Alexandra Michaela Rau
    24. Januar 2023 22:10

    Lieber Pascal,
    ich sag dir was…mache deine Dinge so wie du glaubst. Es ist immer richtig!
    Es hat jeder Mensch seinen eigenen freien Willen und du hast alles, so glaube ich. Es gibt so viele Dinge im Leben/Alltag, die wir alle meistern sollten. Es gehört viel dazu, alles stehen und liegen zu lassen aber GOTT hilft uns, immer und immer wieder.
    Ich melde mich ab nur mal so. Es kam mir recht energisch vor!
    Alles Liebe Alexandra M.

    Antworten
  • Richard Grahneis
    26. Januar 2023 17:06

    Lieber Pascal,
    Ich halte dass gendern für schwachsinnig und mir ist gänzlich unverständlich, wieso minderheiten fähig sind einen solchen Schwachsinn wie gendern in unserem Lande durchsetzen können und unsere Sprache verunstaltet können.!?

    Antworten
  • Waltraud Malzahn
    27. Januar 2023 3:16

    Lieber Pascal,
    auch ich möchte heute mal meinen Senf dazu geben. Mir ist es tatsächlich passiert, dass ich letztes Jahr ein offizielles Schreiben bekommen habe, in dem eine gegenderte Anrede in der Mehrzahl an mich gerichtet war, obwohl ich seit Jahren als Kundin mit vollem Namen bekannt bin. Ich war völlig irritiert und fühlte mich irgendwie nicht angesprochen, auch wenn es mich betraf.
    Ebenso stolpere ich regelmäßig durch Texte, die durchgegendert sind. So wie Du sagst, lenkt es meinen Focus vom Inhalt ab. Dieses Zeichengedöns – bereits auch in Büchern – stört für mein Empfinden den Lesegenuss.

    Ich kann mir auch vorstellen, dass Menschen, die sich entschließen, das Geschlecht zu wechseln, eher erfreut wären, als solche in ihrer neuen Identität wahrgenommen zu werden als ständig durch die Gendersprache daran erinnert zu werden.
    Auch denke ich, dass diejenigen wenigen, die tatsächlich zwei Geschlechter in sich tragen, dies nicht ständig in der Öffentlichkeit vor sich hertragen möchten.

    Es ist nach meiner Meinung eher ein gesellschaftliches Problem, die Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind, was u.a. auch den verschiedenen Religionen geschuldet ist. Da wird eine gegenderte Schrift- und Sprechsprache wenig ändern, sondern nur Aufklärung und gelebte Beispiele.

    Ich wünsche mir, dass langfristig wieder ein unverkrampftes Lesen möglich ist. Kreative Wortschöpfungen können uns dabei helfen. Da bin ich dabei.

    Liebe Grüße
    Waltraud

    Antworten
  • Hallo Pascal

    Vor ca. 30 Jahren habe ich mich dafür eingesetzt, dass es Lehrer und Lehrerinnen, Kundinnen und Kunden etc. heisst. Unterdessen hat das alles so eine wahnwitzige Form angenommen, dass ich selber wieder Kunden etc. schreibe. Wenn die dann noch mit den neuen Pronomen für divers kommen, frage ich mich echt ob wir im Irrenhaus gelandet sind.
    Also, ich melde mich bestimmt nicht von deinen Newslettern ab, weil du nicht genderst. Mach gerne weiter wie du es für richtig findest.
    Liebe Grüsse, Nadja

    Antworten
  • Hallo, Pascal,
    bleib wie Du bist.
    Gendern, nein danke,

    Antworten
  • Eva Forstner
    31. Januar 2023 4:50

    Meine Güte, als wenn die Welt keine anderen Probleme hat als zu gendern! Meiner Meinung nach ist dieser Irrsinn in in einer Minderheit Köpfen entstanden, die sich vor lauter Angepasstheit nicht anders zu helfen wussten. Wirkliche Emanzipiertheit geht anders. Mach nur weiter so lieber Pascal!

    Antworten

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